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Anleitung zum glücklich sein: Wie Beziehung nicht trotz, sondern durch radikale Ehrlichkeit gelingt

Anleitung zum glücklich sein: Wie Beziehung nicht trotz, sondern durch radikale Ehrlichkeit gelingt

Anleitung zum glücklich sein: Wie Beziehung nicht trotz, sondern durch radikale Ehrlichkeit gelingt

Dir fehlen manchmal die Worte, um zu teilen, was du denkst? Du beißt dir auf die Zunge und danach hättest du gerne etwas gesagt? Das lässt sich ändern: durch unsere Anleitung, die dir hilft zu verstehen, worum es dir wirklich geht. 

Wie bereits erwähnt: radikale Ehrlichkeit beginnt bei der Fähigkeit, sich selbst zu reflektieren und wahrzunehmen. Damit sich radikale Ehrlichkeit richtig anfühlt, bedarf es jedoch mehr. Denn das Konzept der RE ist keine Legitimation, die eigene Perspektive dem Gegenüber ungebremst vor den Latz zu knallen. Es bedarf Kenntnis über die eigene Position und die Angemessenheit der eigenen Erwartungen. Es erfordert eine innere Klarheit darüber, welche Absicht hinter der Ehrlichkeit steckt und, was durch sie erreicht werden möchte. Zu guter Letzt berücksichtigt radikale Ehrlichkeit die Absichten, Wünsche und Bedürfnisse des Gegenüber genauso wie die eigenen. 

Unsere Anleitung hilft dir dabei, eine klare Struktur in deine Gedanken zu bringen und zu erkennen, welcher Teil der Ehrlichkeit zur Situation gehört. 

1. Deine Perspektive 

Wenn du – insbesondere im beruflichen Kontext – mit deinem Gegenüber ehrlich sein möchtest und du merkst, dass es dir schwer fällt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du die Situation für dich selbst noch nicht ganz durchleuchtet hast. Fange damit an, deine Perspektive wirklich zu verstehen. Nimm dir ein extra Blatt und notiere die Antworten zu den folgenden Fragen: 

1. Wie würde ein objektiver Dritter die Situation beschreiben, in der du gerne ehrlicher wärst. 

2. Was fehlt aus deiner Sicht bei dieser Beschreibung? Welchen Aspekt bringt deine Perspektive mit rein, der dir wichtig ist? 

3. Welcher deiner Bedürfnisse werden durch die Situation übergangen oder verletzt? Was ist nicht passiert, was du aber gebraucht hättest? 

4. Zu welchen Gefühlen hat die Situation bei dir geführt? 

5. Wie ist dein bisheriger Umgang mit der Situation? 

6. Wenn du dein Gegenüber nicht verletzen oder verärgern und ohne Filter sprechen könntest: was würdest du dann mitteilen? 

7. Aus welchem Grund hast du es noch nicht getan? 

 

2. Die Perspektive des Gegenübers 

Ob die Ehrlichkeit, zu der du dich gerne durchringen möchtest, die Wirkung erzielt, die du dir von ihr erhoffst, hängt davon ab, wie gut es dir gelingt, dein Gegenüber in seiner Position zu verstehen. Es geht nicht darum zu gewinnen, oder recht zu haben. Es geht darum, sich selbst dem anderen verständlich zu machen, sodass dieser eine Chance hat, etwas zu verändern. Das gelingt aber nur, wenn man eine gemeinsame Sprache spricht. 

1. Welche Erfahrungen hat die andere Person in ihrem Leben gemacht, die dazu führen, dass sie sich so verhält, wie sie es tut? 

2. Welche aktuellen Umstände führen dazu, dass sich dein Gegenüber so verhält, dass es dich stört? 

3. Welche Anforderungen an ihre Rolle könnten das Verhalten der Person begründen? 

4. Zu welchen Gefühlen könnte die Situation, die aktuell herrscht, bei der anderen Person führen? 

5. Wieso reagierst du auf diese Person stärker / emotionaler, als auf andere Personen? 

6. Gibt es Dinge, die du der Person unterstellst, von denen du aber nicht weißt, ob sie wirklich wahr oder so sind, wie du es denkst? 

 

3. Die eigene Position erkennen 

In unterschiedlichen Rollen ist unterschiedliches Verhalten angemessen. Zu wissen, aus welcher Rolle heraus man agiert und welche Erwartungen damit verknüpft sind (in beide Richtungen) gibt viel Sicherheit darin, den eigenen Standpunkt ehrlich zu kommunizieren. 

1. Von den Gefühlen, die die Situation in der auslösen: welche sind durch die Situation entstanden und welche durch vorherige Erfahrungen oder Prägungen? 

2. Welchen Anspruch an dich in dieser Situation findest du gerechtfertigt – und welchen nicht? 

3. Welchen Anspruch, den du in dieser Situation stellst, entspricht der Arbeitsbeziehung welcher geht darüber hinaus? 

4. Wie sähe der Mindestanspruch in dieser Situation aus und wie der maximale? 

5. Was möchtest du durch deine Ehrlichkeit erwirken? 

6. Was würde eine 100%ige Umsetzung deiner Absicht für die Gegenseite bedeuten? 

7. Womit könntest du der Gegenseite entgegenkommen? 

 

4. Die innere Klärung 

Du hast dir die Situation nun aus allen Winkeln angeschaut, sowohl dich als auch dein Gegenüber hinterfragt. Sortiere aus, was nicht dazu gehört und festige, was dich in deiner Position sicher fühlen lässt. 

1. Welche Gefühle nimmst du wahr, die weniger in der beruflichen Situation benannt werden sollten, als später in einem persönlichen und geschützten Rahmen? 

2. Welche Hilfestellungen können die Gesprächssituation für dich erleichtern? 

3. Welche Gefühle oder Bedürfnisse möchtest du deinem Gegenüber mitteilen? 

4. Inwiefern kannst du Verständnis für das Gegenüber und sein Handeln aufbringen? 

5. Wieso ist es dir trotzdem wichtig, das Gespräch zu suchen? 

6. Welches Missverständnis möchtest du verhindern? 

7. Angenommen, die Situation hat sich geklärt, wie stellst du dir das Zusammenarbeiten in ein paar Wochen vor? Was ist dein Ziel? 

 

Wenn du all die Fragen beantwortet hast, sollte klarer für dich sein, weshalb dir das Thema wichtig ist und welchen Mehrwert deine anvisierte Ehrlichkeit schaffen wird. Viele unserer Klient:innen aus dem Job-Crafting-Kurs, die danach bei uns im Coaching sind, stellen fest, dass wenn sie ihre Anliegen gut sortiert und mit der anderen Perspektive im Blick vortragen, sie sich damit erstens viel wohler fühlen und zweitens, erfolgreich sind. Mit unserer Formulierungshilfe kannst du noch einen Schritt weitergehen und dein Anliegen zum Üben in ganz konkrete Worte gießen. 

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