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Formulierungshilfe: Die richtigen Worte für anspruchsvolle Situationen

Formulierungshilfe: Die richtigen Worte für anspruchsvolle Situationen

Formulierungshilfe: Die richtigen Worte für anspruchsvolle Situationen

Typische Situationen im Arbeitskontext, die die Ehrlichkeit schwierig machen, sie aber umso mehr brauchen. Wir zeigen dir, wie du sie auflöst.  

Für viele Menschen ist es schwierig, ehrlich zu sein. Das haben wir nun an vielen Stellen dieser Themenwelt festgehalten. Meistens verläuft die Journey so: du hast eine Präferenz für Harmonie und bist eher angepasst, ohne dass dir das wirklich bewusst ist. Lange Zeit fällt dir überhaupt nicht auf, wenn deinen Grenzen überschritten werden.  

Kommt Zeit, kommt Rat, kommt Erwachsenenleben und weniger Kapazität: hier fangen die meisten Menschen an, ihre Grenzen zu bemerken. Sie wären dann gerne ehrlicher darin, sie zu kommunizieren. Es gibt nur ein Problem: sie wissen nicht wie.  

Du gehörst dazu? Here we go….  

1. Deine persönliche Struktur zum Ausfüllen. Nutze unsere Vorlage, um deine Worte zu finden: 

a. Beobachtung ohne Bewertung: „In der Situation ist mir aufgefallen, dass …“ 

b. Eigene Wahrnehmung / Gefühl: „Das hat bei mir …. ausgelöst / ich habe mich dabei …. gefühlt.“ 

c. Bedürfnis / was dir wichtig ist: „Mir ist wichtig, dass…“ 

d. Berücksichtigung des Gegenübers: „Ich kann mir vorstellen, dass es für dich …“ 

e. Konkreter Wunsch / Vorschlag: „Für die Zukunft wäre mein Vorschlag, dass…. . Was hältst du davon / was ist deine Perspektive darauf?“ 

 

2. Fünf typische Situationen im Arbeitskontext, die einem die Sprache verschlagen können und wie du sie wiederfindest: 

a. Situation 1: Du bist mit der Arbeitsweise einer Person unzufrieden 

  • „Mir ist aufgefallen, dass wir bei [Thema] unterschiedliche Herangehensweisen haben. Ich merke, dass mich das teilweise verunsichert – mir ist wichtig, dass wir da klarer abgestimmt sind.“  

  • „Ich habe das Gefühl, dass ich an einigen Stellen Dinge doppelt mache. Können wir gemeinsam schauen, wie wir das effizienter aufteilen?“  

  • „Ich wünsche mir mehr Transparenz bei [Thema], damit ich meine Arbeit besser darauf abstimmen kann.“ 


b. Situation 2: Du fühlst dich übergangen oder nicht gehört 

  • „In dem Gespräch hatte ich den Eindruck, dass mein Punkt nicht ganz angekommen ist. Mir ist wichtig, meine Perspektive einmal klar einzubringen.“  

  • „Ich merke, dass es mich beschäftigt, wenn meine Ideen nicht aufgegriffen werden. Können wir uns dafür kurz Zeit nehmen?“  

  • „Mir ist Beteiligung wichtig – ich würde mir wünschen, dass ich bei solchen Entscheidungen stärker eingebunden werde.“ 

 

c. Situation 3: Du bist überlastet und möchtest Grenzen setzen 

  • „Ich merke gerade, dass meine Kapazitäten ausgeschöpft sind. Mir ist wichtig, meine Aufgaben weiterhin gut zu machen – dafür brauche ich eine Priorisierung.“  

  • „Ich würde die Aufgabe gerne übernehmen, schaffe das aber aktuell nicht zusätzlich. Was hat hier für dich Priorität?“  

  • „Damit ich die Qualität halten kann, müsste ich bei [Aufgabe] etwas zurückgehen.“  

  1. Situation 4: Du möchtest Feedback geben, ohne zu verletzen 

  • „Ich habe eine Beobachtung, die ich gerne teilen würde – weil mir unsere Zusammenarbeit wichtig ist. Danach bin ich auf deinen Blick darauf gespannt.“  

  • „Ich glaube, wir könnten noch besser zusammenarbeiten, wenn wir bei [Thema] etwas anders vorgehen.“  

  • „Ich möchte dir gerne Feedback zu einer Aufgabe geben und sehe zugleich die Gefahr, dass es dich verunsichert. Bitte verstehe das Feedback losgelöst von deiner Person, die wir sehr schätzen. Meine Absicht ist, deine Entwicklung zu unterstützen und dabei kann manchmal auch Kritik helfen. Bist du bereit?“ 
     

d. Situation 5: Du möchtest ehrlich sein, hast aber Angst vor der Reaktion 

  • „Ich merke, dass mir das Thema nicht leicht fällt anzusprechen – gleichzeitig ist es mir wichtig, ehrlich zu sein.“  

  • „Ich bin mir nicht sicher, wie das bei dir ankommt, aber ich möchte es trotzdem teilen, weil es mich beschäftigt.“  

  • „Mir ist unsere Zusammenarbeit wichtig, deshalb möchte ich etwas ansprechen, das mir nicht ganz leicht fällt.“ 

Zum „Radikal-ehrlich-sein“ braucht es etwas Übung, etwas Mut und die passenden Situationen. Starte klein, steigere Dich langsam. Bis sich radikale Ehrlichkeit einfach nur nach authentischem Sein anfühlt und du in den meisten Situationen die Sicherheit empfindest, zwischen Anpassung und Sichtbarsein entscheiden zu können. Ganz so, wie es dir entspricht.  

 

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