#Persönlichkeitsentwicklung

Ins neue Jahr(zehnt) starten: So erreichen Sie Ihre Ziele

Kerzen und Konfetti vor einem rosafarbenen Hintergrund

Ins neue Jahr(zehnt) starten: So erreichen Sie Ihre Ziele

Pola Held

Nur wie? Zurückblicken oder nach vorne schauen? Mit guten Vorsätzen oder lieber ganz ohne? Wie Sie liebevoll auf die Vergangenheit blicken und selbstbestimmt Ihre Zukunft gestalten können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Wir starten nicht nur in ein neues Jahr, sondern zusätzlich bricht ein neues Jahrzehnt an. Wenn man so will, lassen wir nicht nur die 365 Tage 2019 zurück, sondern auch die gesamten 3.652 Tage der Dekade. Wie schaffen wir nun den guten Start ins Neue? Vielleicht, indem wir genauer betrachten, was wir bereits erlebt, gelernt und überwunden haben!

Rückblick auf Höhen und Tiefen

Überlegen Sie einmal: Was haben Sie 2019 alles geleistet? Was ist Ihnen aus eigener Anstrengung gelungen? Wie weit und wohin hat Sie Ihr Talent getragen? Haben Sie einen neuen Job begonnen, Ihre Masterthesis eingereicht, die Abiturprüfung bestanden oder vielleicht das erste Jahr der Ausbildung hinter sich gebracht? Prima! Klopfen Sie sich ordentlich auf die Schulter. Sie haben das super gemacht!

Wie sieht es im Privaten aus? Gab es vielleicht eine Freundschaft, die neu entstanden ist, oder eine Partnerschaft, die aufgelöst wurde? Vielleicht wurden Kinder geboren, die Welt neu entdeckt und runde Geburtstage gefeiert? Wie schön, all das durften Sie miterleben und mitgestalten. Auch das ist Ihnen gelungen!

War 2019 ein Jahr des Auf und Ab für Sie? Mussten Sie ordentlich leiden und gab es Zeiten, in denen Sie nicht mehr wussten, wie, ob oder warum es überhaupt weitergeht? Wie gut, dass Sie auch diese Zeiten erleben und hinter sich lassen konnten. Wie stark, dass Sie sich erlauben, Dinge durchzustehen und weiterzugehen.

Bringen Sie innere Achtung und Respekt für alle Facetten des Jahres auf, die guten und die mühsamen, die fröhlichen und die traurigen. Sie alle haben Ihre Persönlichkeit geprägt und geben einen Hinweis darauf, womit Sie in Zukunft fortfahren wollen, was Sie verstärken und was Sie vielleicht auch loslassen wollen.

Schauen Sie sich im Folgenden Ihre letzten zehn Jahre an. Lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf und listen Sie auf, was Ihnen aus dieser Zeit wichtig erscheint. Was haben Sie erlebt? Dazu darf alles zählen, was Sie eigenständig auf die Beine gestellt haben, bis zu Ereignissen, bei denen Sie einfach nur anwesend waren. Sie können sich auch diese Erfahrungen positiv zuschreiben, schließlich haben sie Sie bis hierhin gebracht. In den letzten zehn Jahren sind keine Wunder passiert, sondern wir haben uns angestrengt und deshalb hat sich einiges getan.

Es liegt in Ihrer Hand, Ihr Leben zu gestalten

Wir haben die Wahl, und zwar ständig! Die Wahl, eine Situation so zu interpretieren, dass Sie uns zugutekommt oder uns ermächtigt, in die Eigenverantwortung zu treten. Als Gast auf einer Hochzeit, bei der wir kaum jemanden kennen, haben wir „Mitspracherecht“, wie die Feier verläuft. Legen wir uns ins Zeug, können wir die Unterhalter des Abends sein, oder deren Zuhörer. Wir können singen oder applaudieren, wir können reden oder schweigen, wir können zuhören oder weghören, wir können machen, was wir wollen. Das Leben geschieht also nicht einfach so, sondern nur mit unserem „say-so“.  Und das wird auch im nächsten Jahr(zehnt) so sein!

Doch was wollen wir? Oder besser gesagt: Was wollen Sie? Wobei wir bei dem Thema der guten Vorsätze wären. Die öffentliche Meinung wird wohl sagen, dass es bislang keiner geschafft hat, das Rauchen mit dem Glockenschlag aufzuhören oder die 7 Kilo abzunehmen. Doch woran liegt das? Ist der Mensch zu schwach oder der Vorsatz zu schlecht formuliert?

Zum attraktiven Ziel führt oft ein steiniger Weg

Für uns Gewohnheitstiere sind wohlklingende Vorsätze mit einer Menge Arbeit verbunden. Sagen wir, Sie wollen in den nächsten zehn Jahre im Lotto gewinnen. Wenn Sie jeden Samstag nur einen Lottoschein abgeben, müssten Sie im Durchschnitt 200.000 Jahre warten, bis Sie Ihren ersten Hauptgewinn erhalten. Sie müssten also viel häufiger spielen, um eine bessere Chance auf einen Gewinn zu haben.

Übertragen auf Ihre Vorsätze: Sind sie bereit, kontinuierlich Einsatz zu bringen, um Ihre Ziele zu erreichen? Schrecken Sie nicht vor dem Aufwand zurück? Bei den meisten Vorsätzen strahlt das angestrebte Endergebnis voller Pracht, wohingegen der Weg dorthin ziemlich müßig ist. Während das für manche Menschen kein Problem ist, kann es für einige in Frustration enden. Wer dann keinen guten Grund findet, warum das neue Jahr tatsächlich anders laufen sollte, der wirft gerne seine Vorsätze über Bord und bleibt bei seinen Gewohnheiten.

Daran ist zwar nichts verkehrt. Und doch gibt es jene, die es schaffen, das Rauchen aufzugeben, sich eine neue Wohnung zu suchen, die Bewerbung endlich abzuschicken oder den Halbmarathon zu laufen. Unsere Vorsätze gewinnen an Bedeutsamkeit, wenn wir wissen, warum wir sie fassen. Ist uns die eigene Motivation klar, wird aus starren Richtlinien eine innere Haltung, die im Einklang mit unserem Selbst steht.

Beispiele für motivierend formulierte Vorsätze:

  • Ich respektiere die Bedürfnisse meines Körpers, indem ich heute spazieren gehe und ihm die Bewegung gebe, die er braucht.
  • Ich würdige mein Bedürfnis nach Ruhe und Entspannung, um mich wohl in meiner Haut zu fühlen und kraftvoll in den nächsten Tag zu starten.
  • Ich würdige meine Kompetenzen und bisherigen Errungenschaften, indem ich mich beruflich weiterentwickle und (zum Beispiel) mir einen neuen, passenderen Job suche.
  • Ich möchte Ergebnisse erzielen und fange deshalb sofort mit der Umsetzung an.
  • Ich respektiere meine Menschlichkeit, indem ich mich nicht dem Perfektionismus unterwerfe und mir auch Fehler erlaube.  

Wer einen Schritt weiter gehen will, kann sich noch spezifischere Ziele setzen. Sie können Ihre Vorsätze auch als eine Art Geschenk oder Belohnung formulieren.

Zum Beispiel:

  • Ich freue mich darüber, einmal die Woche eine ausgewogene Mahlzeit selbst zuzubereiten.
  • Das Schönste ist es, ab und zu meiner Lunge eine Pause zu gönnen.
  • Ich kröne meine Schulzeit, indem ich mich während meiner Abiturphase anstrenge und mein Bestes versuche.
  • Ich freue mich, unter der Woche mindestens acht Stunden für einen erholsamen Schlaf einzuplanen.

Und schon verdrehen Sie nicht die Augen, wenn Ihnen das schlechte Gewissen auf die Pelle rückt, sondern freuen sich auf die nächste Gelegenheit, Ihre selbstgesetzten Wünsche zu erfüllen.

Fortschritte im Kalender festhalten

Lassen Sie uns das Spiel der guten Vorsätze dieses Jahr(zehnt) auf eine neue Art probieren! Notieren Sie, mit welcher inneren Haltung Sie in Ihr neues Jahr starten wollen. Um welche Bedürfnisse werden Sie sich dieses Jahr kümmern? Nutzen Sie einen Kalender und tragen Sie Monat für Monat ein, welche persönlichen und beruflichen Vorhaben in diesem Zeitraum anstehen. Halten Sie auch scheinbar kleine Vorsätze fest und verleihen Sie Ihnen somit Wichtigkeit: Gehen Sie beispielsweise im Herbst gerne spazieren, so notieren Sie im September und Oktober „die Natur genießen“. Sie werden merken, dass diese Arbeit Ihre Kräfte freisetzt und die Gestaltung von 2020 in Ihren Händen liegt. Ich wünsche Ihnen dabei viel Freude und ein aufregendes und bedachtes neues Jahr!