Anleitung: Diese Tipps helfen dir, eine passende Vision zu entwickeln

von Anna Schmitz
Anleitung: Diese Tipps helfen dir, eine passende Vision zu entwickeln
Du willst endlich eine Vision, die wirklich zu dir passt? Ganz ohne Druck und mit der nötigen Prise Realismus? Hier geht’s lang! In den Brain Bites am 27. Mai zeigen wir, wie gute Visionsarbeit eigentlich geht. Wir geben pragmatische Impulse und konkrete Reflexionsfragen, mit denen du direkt weiterarbeiten kannst.
Du willst endlich eine Vision, die wirklich zu dir passt? Ganz ohne Druck und mit der nötigen Prise Realismus? Eine gute Vision ist kein Geistesblitz. Sie entsteht, wenn du dein Inneres ernst nimmst und es in eine Richtung übersetzt, die im Alltag tragfähig ist.
1. Starte bei Dir, nicht bei fremden Erwartungen
Eine Vision funktioniert dann, wenn sie zu dir passt. Um abstrakte Bilder über deine Zukunft zu entwerfen, frage dich
- Welche Werte/Motive möchte ich in meinem Leben leben?
- Welche persönlichen Eigenschaften möchte ich fördern?
- Wo fühle ich mich verbunden und dazugehörig?
- Wobei habe ich in der Vergangenheit Energie empfunden?
- Was hat mich in den letzten 12 Monaten so richtig erfreut?
- In welchen Bereichen bin ich selbstbewusst?
- Welche Bereiche profitieren von mir uns es bedeutet mir etwas?
- Auf welches Leben möchte ich am Ende zurückgeblickt haben?
Wenn du diese Fragen in eine Vision übersetzt, ist diese selbstkongruent. Die Ziele, die du davon ableitest, wirst du mit mehr Ausdauer und Motivation verfolgen.
2. Formuliere eine Richtung, kein fertiges Ergebnis
Du brauchst kein perfektes Zukunftsbild zu definieren, um Orientierung von deiner Vision zu erhalten. Würdest du jetzt schon zu viele Variablen festlegen, würdest du einerseits vorhersagen über die Zukunft machen, die sich noch ändern können. Und andererseits Komponenten nicht einbeziehen, die bisher noch nicht sichtbar waren.
Finde erstmal Aussagen über dein Leben, die sich stimmig anfühlen, ohne, dass du sie direkt in einen Drei-Jahresplan übersetzt. Das könnte sich so anhören:
- „Ich möchte beruflich zur Expertin werden“
- „Ich möchte eine bessere Balance zwischen Job und Privatleben herstellen“
- „Ich möchte in einer Position arbeiten, in der ich an wichtigen Entscheidungen beteiligt bin“
- „Ich möchte ein Vorbild für meine Kinder sein
3. Denk‘ die Hindernisse mit
Eine Vision bleibt wirksam, wenn sie nicht nur das gewünschte Ergebnis beschreibt, sondern auch vorhersehbare Schwierigkeiten mitdenkt. Wer mögliche Barrieren früh erkennt, kann sich gedanklich darauf vorbereiten. Forschung zum mentalen Kontrastieren zeigt, dass diese Verbindung aus Wunschbild und antizipiertem Hindernis Handlung wahrscheinlicher macht. Denn: wer weiß, was auf ihn zukommt, findet einen Umgang damit. Und wenn man weiß, was zu tun ist, muss man es nur noch… tun.
Es gibt zwei Arten von Hindernissen, die du im Voraus berücksichtigen solltest:
- Das Erreichen eigener Ziele hängt vom Umfeld ab. Welche Reaktionen und Möglichkeiten liegen dort und welche nicht?
- Wenn deine Vision ein Verhaltensveränderung erfordert, wird dein Inneres daran nicht unbeteiligt sein. Die Chancen stehen gut, dass es sich erstmal wehrt. Welche alten Glaubenssätze, Selbstbilder, Ängste oder Überzeugungen werden sich gegen die neue Realität stellen?
4. Übersetze deine Vision in deinen Alltag und dann in kleine Schritte
Fange an mit einem Abgleich: wie weit sind dein aktuell gelebtes Leben und das, wie du dir Aspekte deines Lebens in deiner Vision vorstellst, voneinander entfernt? Sammle die Diskrepanz und teile die Veränderungsbereiche von leicht bis schwer umsetzbar ein.
Fange allmählich mit kleinen und leichten Veränderungen an. Dabei werden zwei Aspekte wirken. Einerseits wirst du deine Selbstwirksamkeit steigern und daraus Motivation für die größeren Veränderungen schöpfen. Andererseits wird sich deine Wahrnehmung auf Vision relevante Bereiche ausrichten. Du wirst die Möglichkeiten vor dir schneller erkennen und bewusster wahrnehmen. Eine Aufwärtsspirale nimmt ihren Lauf.
5. Explorieren und reflektieren
Wenn sich deine Vision ihren Weg langsam in dein Leben bahnt und sich langsam in veränderten Strukturen erkennbar zeigt, fängt dein Leben an, sich zu verändern.
Vergiss nicht: du sitzt zu jeder Zeit am Steuer. Frage dich regelmäßig: bewegt die Vision das in mir, was ich mir erhofft habe? Fühle ich Neugierde, Stolz, Sinn? Ist das Ziel Teil eines Weges, den ich schon vor der Erreichung aus Überzeugung und mit Kraft und Zuversicht gehe?
Ein Leben, das deiner Vision entspricht, sollte sich im Großen und Ganzen stimmig anfühlen. Auch wenn nicht immer alles leicht ist, sollte das „Warum“ für dich spürbar sein. Wenn du davon abkommst, passe deine Richtung an.
21.05.2026


