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Zufrieden arbeiten in unwegsamen Zeiten: 4 Tipps von unserem Team

Zufrieden arbeiten in unwegsamen Zeiten: 4 Tipps von unserem Team

Pia Lenk

Was die Pandemie langfristig für Arbeitnehmer bedeutet, ist bisher noch fraglich. Die Herausforderungen treffen jedes Unternehmen an anderen Stellen: Wo die einen nicht arbeiten können, müssen die anderen kreative Wege finden, mit digitalen Lösungen Homeoffice zu ermöglichen – jetzt wird „Agile“ zum Muss. Zuhause zu arbeiten ist für viele ein neues Konzept. Wir von Struss & Claussen möchten Ihnen deshalb Tipps geben, wie Sie positiv und produktiv durch den Arbeitstag kommen und welche Möglichkeiten jedwede Art von Krise mit sich bringt.

Tipp 1: Nehmen Sie sich Zeit, um Ihre Arbeitsmotivation zu reflektieren!

Wir wissen, dass Motivation die Grundlage für effizientes und zufriedenes Arbeiten bildet. Umso wichtiger ist es, sich regelmäßig daran zu erinnern, welche Ziele man verfolgt. Arbeiten ist ein Privileg, das gerade auch zum aktuellen Zeitpunkt existenziell ist. Erkennen Sie das an, seien Sie dankbar für Ihre finanzielle Sicherheit. Was wollen Sie beruflich in Zukunft noch erreichen? Visualisieren Sie Ihre Ziele in irgendeiner Form – zum Beispiel als Vision Board –, denn wenn wir immer wieder unseren Blick auf das richten, was wir erreichen wollen, werden Ziele greifbarer. Also ran an die alten Zeitschriften, Exceltabellen oder den Farbkasten. Malen oder schreiben Sie sich auf, wo Sie hin wollen.

Tipp 2: Zufriedenheit liegt in Ihrer Hand

Wir tendieren dazu, unser Glück in Abhängigkeiten zu stellen und darauf zu warten, dass sich etwas im Außen verändert und sich das auf unsere innere Zufriedenheit auswirkt. Stress entsteht in vielen Fällen wegen des Gefühls, keine Kontrolle über eine Situation zu haben. Je früher wir erkennen, dass wir immer Handlungsmöglichkeiten haben und damit wieder Eigenverantwortung übernehmen, desto schneller können Stress und Unzufriedenheit weichen. Sind Sie in einer unangenehmen Situation? Kennen Sie den Ausweg, aber wollen ihn nicht gehen, weil Sie Angst vor den Konsequenzen haben? Gehen Sie ihn und vertrauen Sie darauf, dass dann alles wieder in Bewegung kommt. Sicherlich liegt nicht alles in unserer Hand. Aber die Kunst besteht bekanntlich darin zu unterscheiden zwischen dem, was wir ändern können, und dem, was wir akzeptieren müssen.

Tipp 3: Kontrolle und Verantwortung bedeuten auch Beteiligung am großen Ganzen

Wir sind mehr denn je darauf angewiesen zusammenzuhalten, als Team zu arbeiten und gemeinsam Ziele zu erreichen. Die zunehmende Isolation erschwert diesen Prozess leider zusätzlich. Deswegen gilt es gerade jetzt, immer wieder aktiv in Kontakt zu treten. Nicht per E-Mail oder WhatsApp – rufen Sie Ihre Kollegen an! Tauschen Sie sich über Projekte oder Aufgaben aus und überlegen Sie gemeinsam, wie Sie sich einbringen und das Unternehmen unterstützen können. Partizipation ist ein menschliches Bedürfnis, das die Einflussnahme und Mitgestaltung von Prozessen umfasst. Je mehr Sie die Bewältigung von Herausforderungen wie COVID-19 zu Ihren persönlichen Aufgaben als Mitarbeiter machen, desto mehr Einfluss können Sie auf das Geschehen nehmen, Ihre Selbstzufriedenheit, Ihr Sicherheitsgefühl steigen und der Zusammenhalt im Team wird gefördert. 

Tipp 4: Positiv trotz Homeoffice

Letztendlich ist es immer die Perspektive, die darüber entscheidet, ob wir etwas positiv oder negativ bewerten. Wir müssen lernen, weniger zu beurteilen und mehr zu beschreiben. Im Leistungskontext gilt es mehr denn je, eigene Ziele zu definieren, Aufgaben abzuarbeiten und mit Freude auf den nächsten Morgen zu blicken. Sie können sich selbst dabei unterstützen, indem Sie tägliche Checklisten schreiben. Denn das Abhaken der einzelnen To-dos sorgt nachweislich für eine Dopaminausschüttung, die für das Gefühl von Freude und Zufriedenheit eine wichtige biologische Voraussetzung bildet. Außerdem kann es hilfreich sein, am Ende eines Tages ein Leistungstagebuch zu führen, um Erfolge und Ergebnisse noch einmal zusammenzufassen.

Ausblick

Wir sind alle aufgerufen zur Solidarität. Zuhause bleiben, persönlichen Kontakt vermeiden. Für uns heißt das Homeoffice und „Skype“-Beratungen. Auch wenn damit verbunden erst einmal die eine oder andere Herausforderung auf uns zugekommen ist, haben wir jetzt in dieser Phase schon viel gelernt. Unsere Beratungen zunehmend über digitale Videokonferenzen durchzuführen, ist eine große Erleichterung für viele unserer Kunden und eine wundervolle Möglichkeit, um die örtliche „Quarantäne“ sinnvoll zu nutzen. Für uns ist das ein Gewinn und eine große Chance. Allgemein gilt es jetzt, optimistisch nach vorne zu schauen, an einem Strang zu ziehen und positiv auf die Möglichkeiten zu blicken, die auch Krisensituationen mit sich bringen. Jede Krisensituation bietet neue Möglichkeiten zur Transformation. Mit einem positiven und lösungsorientierten Blick wird etwas Neues und Gutes entstehen.

Wenn Ihnen gerade einfach alles zu viel ist und Sie dadurch umso bewusster merken, dass Sie sich in Ihrem Job nicht wohlfühlen, dann denken Sie über einen Jobwechsel nach. Mehr dazu von Ragnhild Struss in ihrem Artikel “I hate my job: 6 Anzeichen, dass Sie Ihre Arbeit wechseln sollten“.